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Aus dem Mitteilungsblatt


Kategorie: Allgemeines/Sonstiges | Mitteilung vom Mi. 15.02.17 , gültig bis Mi. 22.02.17

Flüchtlingshilfe Pfinztal

Damit es auch im neuen Jahr spannend weitergeht, laden wir Sie herzlich zu folgenden Veranstaltungen ein

Von Saddam Hussein zum „Islamischen Staat“

Zur Situation im Herkunftsland Irak am 22. Februar 2017 um 19.00 Uhr, im Bürgerhaus. Referentin: Mirjam Edel.

Die jüngste Geschichte des Iraks ist von vielen gewaltsamen Auseinandersetzungen geprägt. Sie sind der Hauptgrund, warum hunderttausende Iraker und Irakerinnen aus ihrem Land geflohen sind. Aber was sind die tieferliegenden Ursachen für diese Konflikte und wohin fliehen die Menschen? Der Vortrag stellt die aktuelle Situation im Irak dar und erläutert die historischen Zusammenhänge. Der von der US-Regierung angeleitete Irakkrieg 2003 und der darauf folgende Bürgerkrieg verursachten eine große Fluchtbewegung, die seit 2014 von einer erneuten Fluchtwelle angesichts der territorialen Gewinne des sogenannten „Islamischen Staats“ abgelöst wurde. Während die meisten Menschen in die umliegenden Länder – insbesondere Türkei und Jordanien – geflohen sind, machten sich andere auf den Weg nach Europa. Die Kriegsanfälligkeit und der Zerfall des irakischen Staats lassen sich besser verstehen, wenn die Auswirkungen von drei Faktoren berücksichtigt werden: die Machtansprüche von regionalen Mächten, westliche Interessen und der fehlgeleitete Wiederaufbau nach dem Sturz Saddam Husseins sowie die politischen Weichenstellungen in den 80er und 90er Jahren, die bis heute nachwirken. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit für Nachfragen und Diskussion.

Westbalkanstaaten. Zur Situation vor Ort und den Migrationsbewegungen nach Deutschland

am 28. Februar 2017 um 18.00 Uhr, im Bürgerhaus. Referentin: Larissa Schober

Seit Ende 2015 gelten sämtliche Länder des Westbalkans im deutschen Asylrecht als sichere Herkunftsstaaten. Dennoch sind die Antragszahlen aus diesen Ländern weiterhin hoch. Bis heute ist die Region von den Folgen der Zerfallskriege Jugoslawiens geprägt – Kriegsschäden, instabile staatliche Strukturen und Misstrauen gegenüber Minderheiten gehören zum Alltag. Nach einem kurzen historischen Überblick zu den Kriegen, welche in den 1990er Jahren eine erste große Fluchtbewegung aus der Region nach Westeuropa ausgelöst haben, wird sich der Vortrag auf die aktuelle Situation in den Ländern Ex-Jugoslawiens konzentrieren. Die gesamte Region hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, dennoch gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten. So sind in Kosovo und Bosnien und Herzegowina noch immer internationale Missionen im Einsatz, während Montenegro und Serbien bereits Beitrittsverhandlungen mit der EU aufgenommen haben. Mazedonien wiederum wird gerade von heftigen Protesten gegen die Regierung erschüttert. Ein besonderes Augenmerk des Vortrages wird zudem auf der Situation von Minderheiten liegen, die in allen Ländern der Region prekär ist und sich auch in den Asylantragszahlen in Deutschland widerspiegelt.

Anmeldung zu den Vorträgen mit Namen und Kontaktmöglichkeiten bitte bis zum 15.02.2017 unter: l.mischo@pfinztal.de oder (07240) 62–129.

Gefördert aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des Programms „Flüchtlingshilfe durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“

Cafe International

Die nächsten Termine: 23.02., 09.03., 30.03., jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr, im evang. Gemeindehaus in Berghausen, Alte Pfarrhausgasse 4. Frauen, Männer, Familien, Kinder sind herzlich willkommen.

Gut gelaufen - Modenschau im Café International

Nein, es ist gar nicht so einfach, auf dem Laufsteg vor einem großen Publikum Modekreationen zu präsentieren, vor allem, wenn man noch so jung ist. Da mussten die Kleinsten schon an die Hand genommen oder sogar getragen werden. Am 26 Januar war das Café International besonders gut besucht, gab es doch eine Premiere. Vor den Augen eines erwartungsvollen Publikums, darunter die 'Hausherrin' Pfarrerin Nicola Enke-Kupffer und die Bürgermeisterin von Pfinztal, Nicola Bodner, präsentierten gut ein Dutzend junge 'Models' farbenfrohe Kleider. Die Modedesignerin Milin Aji zusammen mit der Schneiderin Faiza Alrkawi aus Syrien, unterstützt von Barbara Oertle, hatten die Kollektion farbenfroher Kleider für junge Mädchen auf den „Laufsteg“ gezaubert – modern, aber ganz im Stil ihres Herkunftslandes Syrien. Große Aufregung, aber noch mehr Begeisterung und Stolz bei den jungen 'Damen'. Gäbe es so etwas wie „Pfinztals next Topmodel“ - hier hätte sich schon die eine oder andere Kandidatin profiliert. Der Beifall wollte gar nicht mehr aufhören und es gab spontane Ankäufe. Ohne Frage ein großer Erfolg: Für das Publikum war es ein Kaleidoskop bunter und schicker Mode, präsentiert von fröhlichen und strahlenden 'Prinzessinnen'. Die „Mannequins“, konnten sie sich nach Herzenslust zurechtmachen und zauberhafte Kleidern präsentieren. Aber auch die 'Macherinnen' der Show waren mehr als zufrieden, schließlich demonstrierten sie live, was sie kreativ und handwerklich so alles drauf haben. Die Stimmung im Evangelischen Gemeindezentrum war heiter und fröhlich. Bürgermeisterin Nicola Bodner und die Sozialarbeiterinnen von Gemeinde und GU hätten sich wirklich keinen besseren Tag für ihren Besuch im Café International aussuchen können - wurden sie doch Zeuge eines besonders schönen Beispiels gelebter Integration. Das Café International findet vor Ostern noch statt am 23.02. 09.03. und 16.03. Wir haben nicht immer bei jedem Treffen solche Attraktionen, aber es gibt immer Kaffee, Kuchen und viele Gelegenheiten zum Gespräch!

Text: Walter L. Brähler





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